Zentrum Seelsorge und Beratung

Unser Angebot

Das Zentrum Seelsorge und Beratung ist ein Fachzentrum, das kirchliche Mitarbeitende und Träger im Bereich der EKHN berät, unterstützt und fachlich qualifiziert. Diese Mitarbeitenden und Träger verantworten bzw. führen in Kirchengemeinden und Dekanaten, Kirchenleitung und Kirchenverwaltung sowie im Diakonischen Werk Seelsorge und Beratung durch.

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Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

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Prof. Dr. Martin Ferel

Die Festschrift „Lebendige Systeme mag in der Vielfältigkeit etwas von dem widerspiegeln, was Dein Wirken prägt.“ So ist es 1997 zum 60.Geburtstag von Martin Ferel zu lesen. Hervorgehoben wird sein Sinn für gelingende kollegiale Zusammenarbeit und sein besonderes Interesse an der Neuorientierung in Theorie und Praxis der Seelsorge.

Am 09.Juni ist Prof. Dr. Martin Ferel gestorben, und mit ihm verlieren wir eine über einen langen Zeitraum prägende Gestalt im Handlungsfeld Seelsorge der Ev. Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).

Martin Ferel trat 1978 die Stelle des Studienleiters im damaligen Seminar für Seelsorge in Frankfurt an. Durch die Einführung einer systemisch orientierten Seelsorge in unserer Landeskirche hat er das Arbeitsfeld entscheidend weiterentwickelt. So nachhaltig sein qualifiziertes wie engagiertes Wirken für die Landeskirche war, so waren seine Überlegungen oft auch richtungsweisend für die Sektion „Gruppe, Organisation, System“ der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie. Er wurde als fachlich ausgewiesener und kollegial zugewandter Gesprächspartner geschätzt. In die Fragen kirchlicher Entwicklung brachte er sich nachdenklich und nachdrücklich ein.

Auch nach der Versetzung in den Ruhestand zum 31.Dezember 2001 begleitete Professor Ferel die Fachgruppe „Systemisch orientierte Seelsorge“ im Zentrum Seelsorge und Beratung und setzte als Sprecher der Gruppe wichtige fachliche Impulse für die inhaltliche Arbeit in Seminaren und Kursangeboten. In Fortführung und Weiterentwicklung der damals von ihm begonnenen Arbeit bewahren wir sein Andenken!

Das war eine (für uns) ungewöhnliche Anfrage, die uns da im Februar erreichte: Constantin Lummitsch vom JS-Magazin ("Das evangelische Magazin für junge Soldaten und Soldatinnen") fragte an: "ich würde gerne einen Bericht über Blinden-Seelsorge für unser Magazin schreiben. Unsere Zielgruppe sind junge Soldaten – daher wäre es gut, wenn ich über eine junge Mitarbeiterin oder einen jungen Mitarbeiter ... berichten würde."

Am Ende wurde es dann ein anschaulicher Bericht über unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin Katharina Monich, die regelmäßig die sehbehinderte Erika Merkel begleitet. Außerdem entdeckte Constantin Lummitsch, dass sein sehbehinderter Kollege Detlef Schneider als Experte im Beirat die Arbeit der Seelsorge mit seh-beeinträchtigten Menschen in der EKHN unterstützt und sogar noch neue Tipps zum Thema "Flirten" hat.

Der Artikel steht im JS-Magazin vom Mai 2024 auf Seite 26 bzw. auf Seite 14 der Online-Ausgabe. Außerdem findet sich ein kleiner Teaser auf Seite 2. Leider ist die Datei nicht barrierefrei. Hier der Link zur Ausgabe.

Näheres zur Seelsorge mit seh-beeinträchtigten Menschen unter https://www.blindenseelsorge-ekhn.de

Prävention

Situationen von Ausgrenzung und möglicher Gewalt sollen gar nicht entstehen - deshalb werden präventive Maßnahmen ergriffen

Die beste Prävention ist Sprachfähigkeit aller über die Tabuthemen Sexualität und sexualisierte Gewalt und eine gelebte Kultur der Aufmerksamkeit. Diese beiden Grundvoraussetzungen gelten besonders innerhalb der Arbeitsbereiche mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen. In jeder gesellschaftlichen Gruppe und in jedem Kontext können Menschen von sexualisierter Gewalt betroffen sein. Dies ist kein Phänomen einer bestimmten sozialen Gruppe oder bestimmter Arbeitsformen. Wichtig sind uns Transparenz aufgestellter Regeln und ein einfacher Zugang zu Beschwerdemöglichkeiten und Ansprechpersonen (s. Schutzkonzepte).

Den kompletten Artikel finden Sie auf der ekhn.de Seite oder Sie folgen diesem Link.

Hilfe, wir haben ein Altenheim

Das Altenheim – ein Ort an dem zwischen Einzug und Tod das Leben liegt. Ein Leben, das bunt befüllt werden möchte. Dieser Ort ist darüber hinaus auch ein Arbeitsplatz, an dem viele unterschiedliche Professionen aufeinandertreffen. Die Perspektiven der hier lebenden und arbeitenden Menschen auf das Leben könnten nicht unterschiedlicher sein und doch verbindet sie der gemeinsame Wunsch das Altern würdevoll zu gestalten.

Die Organisationseinheit des Nachbarschaftsraums sowie die Gleichzeitigkeit des unausgewogenen Verteilungskonflikts erwerbstätiger Menschen und der alternden Bevölkerung, stellen Haupt- und Ehrenamtliche vor eine riesige Herausforderung. Im Zentrum steht die Frage wie Alten- und Pflegeheime und die in ihnen lebenden (und sterbenden) Menschen angemessen in den Blick genommen werden können.

Diese Publikation ist eine Praxisanleitung, die die Sorge vor der Herausforderung nehmen und Mut machen will „einfach anzufangen“. Sie führt in das komplexe Thema der Seelsorge im Altenheim ein und schafft Vertrauen gemeinsam zu wirken. Im Rahmen der praktischen Anleitung geht es unter anderem um die Rechtsformen der Altenheimseelsorge, mögliche Wohnformen und die Grundbedingungen für die Seelsorge.

Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e. V.Coverabbildung

ZUM UMGANG MIT DEM WUNSCH NACH SUIZIDASSISTENZ in der Hospizarbeit und Palliativversorgung

Sterbenskranke Menschen und/oder deren Angehörige wenden sich zunehmend mit Anfragen nach einem assistierten Suizid an haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in der Hospiz- und Palliativversorgung. Das Ziel dieser Handreichung ist es, haupt- und ehrenamtlichen Fachkräften der Hospizarbeit und Palliativversorgung, aber auch anderen Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, die mit Anfragen zur Suizidassistenz konfrontiert werden, Hintergrundinformationen zur aktuellen Gesetzgebung und Suizidalität sowie Empfehlungen für die Praxis zu geben, was in Gesprächen zu beachten ist und wie sie mit Anfragen verantwortungsvoll umgehen können. Den Link zu der vollständigen Brochüre können Sie hier herunterladen.

Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e. V.

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Neue Fachstelle Altenseelsorge am Zentrum Seelsorge und Beratung

Privat

In Deutschland hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung der heute Neugeborenen laut einer Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in den vergangenen 150 Jahren auf durch-schnittlich 78,5 Jahre bei Männern und 83,4 Jahren bei Frauen nahezu verdoppelt . In der Gesamtbevölkerung sind ältere Menschen zu einer großen Gruppe geworden. Fragen nach der Teilhabe alter Menschen am gesellschaftlichen und kirchlichen Leben, die Situation der Pflege oder auch die Auswirkungen des Klimawandels auf alte Menschen werden breit diskutiert. Neben vielen erfreulichen Möglichkeiten, die sich für ältere Menschen ergeben, gehören aber auch nachlassende Kräfte und zunehmende Pflegebedürftigkeit zum Alltag vieler alten Menschen. Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf Gesellschaft und Kirche.

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat darauf reagiert, indem sie Pfarrer Christian Wiener mit diesen Aufgaben auf der neu geschaffenen Fachstelle Altenseelsorge betraut hat. Die Fachstelle umfasst das gesamte Gebiet der EKHN und ist dem Zentrum Seelsorge und Beratung in Darmstadt zugeordnet. Pfarrer Christian Wiener hat sein Büro als Mieter in den Räumen der Evangelischen Limesgemeinde in Schwalbach am Taunus.

Der 59-jährige Wiener war nach Tätigkeiten als Gemeindepfarrer zuletzt 12 Jahre Altenheimpfarrer in zwei großen Seniorenwohnstiften im Vordertaunus. In dieser Funktion war er im Vorstand des Konvent Alten(heim)seelsorge der EKHN, der die EKHN gemeinsam mit dem Zentrum Seelsorge und Beratung auch in der EKD vertritt. Zusätzlich ist er als Supervisor ausgebildet und tätig. Federführend in einem Team hat er Lektor*innen und Prädikant*innen aus zwei Dekanaten ausgebildet. Als Vertreter der Altenseelsorge hat er bis 2022 in der Medizinethikkommission der Landeskirche mitgearbeitet.

Zu den Aufgaben von Christian Wiener gehört es, für das Thema „Alter(n)“ in der Kirche zu sensibilisieren.
Als eine wichtige Aufgabe sieht Wiener es an, Gemeinden und Regionen in den Umbrüchen des Re-formprozesses EKHN 2030 zu begleiten, zu beraten, fortzubilden und zu unterstützen. und Dabei, so betont er, sei es wichtig im Team zu arbeiten, damit die Kenntnisse „vor Ort“ in die Weiterentwicklung der Altenseelsorge eingebunden sind. Bewährtes gelte es beizubehalten und Neues zu entwickeln. Auch die Zusammenarbeit mit Kommunen, Pflegeeinrichtungen und der „ökumenische“ Blick spielen dabei eine wichtige Rolle. In den neuen Verkündigungsteams werden Hauptamtliche aus dem Gemeindepädagogischen Dienst, dem Pfarrdienst und dem Kirchenmusikalischen Dienst gemeinsam mit Ehrenamtlichen wie z.B. den Besuchsdienste arbeiten.

Weiterhin beschäftigt sich Wiener mit theologischen und seelsorglichen Fragenstellungen im Zusam-menhang mit Themen wie Pflege, Demenz, Altersarmut, Kriegskinder oder auch Alters- und Demenz-sensible Gottesdiensten.

Mit seinen Kräften will Christian Wiener mit seiner Tätigkeit in der Altenseelsorge mit vielen anderen zusammen dazu beitragen, dass der Begriff „Alters- und Demenzgerechte Kirche“ in der EKHN mit Leben gefüllt ist.

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