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Zentrum Seelsorge und Beratung

Unser Angebot

Das Zentrum Seelsorge und Beratung ist ein Fachzentrum, das kirchliche Mitarbeitende und Träger im Bereich der EKHN berät, unterstützt und fachlich qualifiziert. Diese Mitarbeitenden und Träger verantworten bzw. führen in Kirchengemeinden und Dekanaten, Kirchenleitung und Kirchenverwaltung sowie im Diakonischen Werk Seelsorge und Beratung durch.

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Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

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Systemisch Orientierte Seelsorge - Grundkurs 06031-162951

Kurs-Nr.: 06031-162951, 10.02.2020, Hofheim am Taunus

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Infos

Termin 10. 02. 2020 14:30 –
25. 09. 2020 13:00

Ort Exerzitienhaus, Kreuzweg 23, 65719 Hofheim am Taunus

Kosten 2.700,-- € Eigenbeitrag für hauptamtlich Mitarbeitende der EKHN: z.Zt. 700,-- € DieStudientage: Jeweils 90,-- €

Links www.zsb-ekhn.de

Kurs/Seminar/Tagung EKHN-Mitteilungen Fortbildung Kategorien Weiterbildung Systemisch orientierte Seelsorge (SoS)

Ziel des Kurses ist es, Seelsorgerinnen und Seelsorger zu befähigen, Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensbezügen zu würdigen und ressourcenorientiert zu begleiten.

Der Kurs führt in die grundlegenden Elemente von Theorie und Praxis der systemisch orientierten Seelsorge ein.

Elemente und Methoden:

  • Einführung in die Grundzüge und Besonderheiten systemischen Denkens
  • Praxis systemisch orientierter Gesprächsführung. Auftragsklärung, Interventions- u. Gesprächs-methodik, Wertschätzung als wichtige positive Haltung, Kurzzeit-Beratung, Kontextklärung u.a.
  • Selbsterfahrung und Selbstreflektion anhand von Genogrammarbeit, Familienrekonstruktion, Aufstellungen, Skulpturen
  • Übersetzung in den kirchlichen Kontext: neue Sichtweisen von biblischen Texten und religiösen Überzeugungen, Impulse für Amtshandlungen und Rituale u.a.
  • Reflexion der eigenen Berufsrolle im Kontext der Organisation „Kirche“
  • Durchführung, Vorstellung und Dokumentation eines Praxisprojekts

Termine: 10.-14. Febr., 09.-13. März, 04.-08. Mai, 15.-19. Juni, 24.-28. Aug. und 21.-25. Sept.2020, Anmeldeschluss: 11. Okt. 201, Zulassungstag: 11.11.2019

 

Der Kuckuck im Seelsorgenest:Systemtheorie als Grundlage systemisch orientierter Seelsorge. Ein Exerzitium in 5 Studientagen

Leitung: Dr. Günther Emlein

Systemisch orientierte Seelsorge hat wie alle Ansätze der Seelsorge einen theoretischen Hintergrund. Die Studientage stellen jene Theorieversion vor, die von den Soziologen und Systemtheoretikern Niklas Luhmann und Peter Fuchs entwickelt wurde. Mit dieser Universaltheorie kann man die Kommunikation der Seelsorge nützlich beschreiben und grundlegende erkenntnistheoretische Ideen mit Religion verknüpfen. Seelsorge als Unternehmen der Religion kann auf diese Weise konsistent dargestellt werden. Ausführlich wird diskutiert werden, wie Theorie – der Kuckuck im Amselnest – die Sicht auf die eigene Praxis verändert, indem sie dem Alltagsdenken präzise Definitionen gegenüberstellt.

Die Studientage verbinden Darstellungen, Gruppendiskussionen, Übungen und Rollenspiele.

Die Studientage sind einzeln zu buchen. Sie sind Bestandteil des Grundkurses systemisch orientierte Seelsorge und für die Teilnehmenden des Kurses verpflichtend (siehe S….. ). Zeit: Jeweils 10-17 Uhr

1. Studientag: Theorie als Beobachtung und Beobachtung 1. und 2. Ordnung

Termin: 11. März 2020, Anmeldeschluss: 07. Febr. 2020

Systemtheorie versteht sich als Theorie der Beobachtung. Welche Art von Operation ist Beobachtung? Beobachtung meint ein „unterscheidendes Bezeichnen“, sie bildet die Welt nicht ab, sondern gibt ihr Formen und Konturen. Systemtheorie als Beobachtungstheorie gilt daher als ein Anwendungsfall einer allgemeinen Theorie einseitig verwendeter Zweiseitenformen. Die Differenz zwischen Beobachtung 1. und 2. Ordnung wird dargestellt und Seelsorge als Beobachtung 2. Ordnung beschrieben.

2. Studientag: Sinn als System und die „différance“ der Seelsorge

Termin: 06. Mai 2020, Anmeldeschluss: 03. April 2020

In der Seelsorge befassen wir uns nicht mit organisch-molekularen Systemen, sondern mit Bedeutungen und Bedeutungsvarianten. Die Philosophie spricht seit der Phänomenologie von Sinn. Sinn ist Differenz, die an die Welt hin beobachtet wird. Sinn wiederum erscheint nicht einzeln, sondern im Kontext anderen Sinns: Sinn gibt es nur als System. Sinn ereignet sich nicht nur als Differenz, sondern zugleich als „différance“ (Derrida), als bedeutungsherstellender und -verändernder Nachtrag.

Seelsorge geschieht als Kommunikation. Systemtheorie konzipiert Kommunikation anders als die Alltagssprache vom Folgeanschluss her, von dem her, was anschließend gesagt wird. Auch hier: différance. Kommunizierter Sinn wird verändert durch die überraschenden und nicht planbaren Anfügungen anderer – als Evolution. Die Konsequenzen für Seelsorge werden sichtbar gemacht

3. Studientag: Von Gesellschaftstheorie und von den Alleinstellungsmerkmalen der Religion

Termin: 17. Junin 2020, Anmeldeschluss: 15. Mai 2020

Seelsorge unterscheidet sich von anderen psychosozialen Zugängen zu Menschen dadurch, dass sie Religion hinzuzieht. Systemtheorie hat einen eigenen, sich vom Alltagsdenken unterscheidenden Blick auf Religion. Sie behandelt Religion als Teilsystem der Gesellschaft. Der Studientag bettet die Religionstheorie in die Gesellschaftstheorie ein. Seit der Evolution der Moderne ist es möglich, für Religion und andere Funktionssysteme Alleinstellungsmerkmale zu bestimmen. Das präzisiert den Arbeitsauftrag von religiös Tätigen innerhalb und außerhalb der Seelsorge.

4. Studientag:  Seelsorge als Hybrid, die Seele und die Sorge

Termin: 26. Aug. 2020, Anmeldeschluss: 24.Juli 2020

Systemtheoretisch beobachtet, kann man Seelsorge als Hybrid auffassen aus psychosozialer Begleitung und Religion. Sie verwaltet zugleich die „religiösen Dinge“, die „konkreten Dinge“ (wie die Beratung) und die „vagen Dinge“ (wie die Psychotherapie). Eines der Alleinstellungsmerkmale der Seelsorge ist das Konzept der Seele. Ein anderer Aspekt ist die Frage: Was ist Sorge und wie ist sie möglich?

5. Studientag:  „Da ist nichts auffindbar jenseits des Textes“: Systemtheoretische Arbeit mit biblischen Texten

Termin: 23. Sept. 2020, Anmeldesachluss: 21. Aug. 2020

Systemtheoretische Überlegungen und die Philosophie Derridas führen zu anderen Prämissen der Bearbeitung von Texten. Auch hierbei gilt die différance: Der Text ist seine Interpretation. Hinzu kommt, dass religiöse Texte Besonderheiten haben und auf den Code der Religion reflektieren. Der Studientag wird zeigen, wie man diese Überlegungen aufnehmen und für Predigt, Seelsorge und Unterricht überzeugend einsetzen kann. Mehrere Texte werden auf diesen Wegen bearbeitet.

Details

Veranst. Rita Schaab, Pfarrerin i.R., systemische Therapeutin und Supervisorin (DGfP), Coach / Co-Leitung 1.-3. Woche: Sabine Färber-Awischus, Pfarrerin, Supervisorin (DGfP) / Co-Leitung 4.-6. Woche: Sigrid Krauss, Pfarrerin, Supervisorin (DGfP)

Telefon 06031-162950

Telefax Langtitel 06031-162951

E-Mail zsb@ekhn-net.de

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